Prävention und Bewältigung von Gewalt am Arbeitsplatz

Aggressionen und Gewalt im beruflichen Umfeld vorbeugen und bewältigen

Verbale Gewalt, Drohungen, aggressives Verhalten oder körperliche Angriffe können Mitarbeitende bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit mit schwierigen Situationen konfrontieren.

FOCUS bietet eine Schulung zur Prävention und Bewältigung von Gewalt am Arbeitsplatz sowie zur Selbstverteidigung im beruflichen Umfeld an. Sie wurde speziell für Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen entwickelt, deren Mitarbeitende Konfliktsituationen oder aggressivem Verhalten ausgesetzt sein können.

Der Ansatz legt den Schwerpunkt auf Antizipation, Deeskalation und die Vermeidung von Konfrontationen. Lässt sich eine Konfrontation nicht mehr vermeiden, ermöglichen Grundsätze und Techniken der persönlichen Sicherheit einen verhältnismässigen und dem beruflichen Kontext angepassten Umgang mit dem physischen Selbstschutz.

EIN GANZHEITLICHER ANSATZ ZUR BEWÄLTIGUNG VON KONFLIKTSITUATIONEN

Der Umgang mit einer Gewaltsituation beginnt nicht erst im Moment eines körperlichen Angriffs.

Die Schulung behandelt verschiedene Phasen, um eine Konfrontation vorzubeugen, zu erkennen, zu entschärfen und als letztes Mittel zu bewältigen.

Unser Programm basiert auf fünf Säulen:

Rechtliche Rahmenbedingungen

Den allgemeinen rechtlichen Rahmen und die zu beachtenden Grenzen verstehen, wenn eine Person ihre eigene körperliche Unversehrtheit oder diejenige anderer schützen muss.

Mentale Vorbereitung

Die Fähigkeit entwickeln, mit Stress umzugehen, handlungsfähig zu bleiben und in einer ungewohnten oder bedrohlichen Situation angemessene Entscheidungen zu treffen.

Kommunikation und Deeskalation

Kommunikation, Positionierung und Verhalten gezielt einsetzen, um Spannungen zu reduzieren und eine Eskalation möglichst zu vermeiden.

Antizipation und persönliche Sicherheit

Warnsignale erkennen, einen angemessenen Sicherheitsabstand einhalten, die Umgebung nutzen und eine Position einnehmen, die zur eigenen Sicherheit beiträgt.

Körperliche Selbstverteidigung

Wenn Vermeidung und Deeskalation nicht mehr ausreichen, einfache Grundsätze und Techniken des persönlichen Schutzes erlernen, die auf berufliche Situationen abgestimmt sind.

AN WEN RICHTET SICH DIESE SCHULUNG?

Die Schulung richtet sich insbesondere an Mitarbeitende, die Kontakt mit der Öffentlichkeit haben oder mit Situationen von Anspannung, Aggressivität oder Gewalt konfrontiert werden können.

Sie eignet sich insbesondere für Personen, die in folgenden Bereichen tätig sind:

  • am Empfang, an Rezeptionen oder Schaltern;
  • in Verwaltungen und öffentlichen Diensten;
  • im Spital-, Gesundheits- oder Sozialbereich;
  • im Kundendienst und in kundenbezogenen Funktionen;
  • in Kontroll-, Inkasso- oder Forderungseinzugsfunktionen;
  • in Betreibungsämtern, Steuerbehörden oder sozialen Einrichtungen;
  • in anderen beruflichen Umfeldern mit einer besonderen Exposition gegenüber aggressivem Verhalten.

Die Inhalte und praktischen Szenarien werden an die Situationen angepasst, mit denen die Teilnehmenden bei ihrer beruflichen Tätigkeit tatsächlich konfrontiert werden können.

SCHULUNGEN

Körperlichen und verbalen Aggressionen am Arbeitsplatz vorbeugen

Eine Konfliktsituation entsteht nicht zwingend ohne vorherige Warnsignale.

Bestimmte Verhaltensweisen, Veränderungen der Haltung, Äusserungen oder Positionierungen können auf zunehmende Spannungen hinweisen. Wer diese Anzeichen erkennt, kann sein Verhalten frühzeitig anpassen und, wenn möglich, verhindern, dass die Situation eskaliert.

Ziel ist es, eine Fähigkeit zur Antizipation und der beruflichen Situation angepasste persönliche Sicherheitsreflexe zu entwickeln.

Die Teilnehmenden lernen insbesondere:

BESTIMMTE WARNSIGNALE ZU ERKENNEN

EINEN ANGEMESSENEN SICHERHEITSABSTAND EINZUHALTEN

EINE GEEIGNETE KÖRPERHALTUNG EINZUNEHMEN

SICH SO IM RAUM ZU POSITIONIEREN, DASS RÜCKZUGSMÖGLICHKEITEN ERHALTEN BLEIBEN

VERHALTENSWEISEN ZU VERMEIDEN, DIE EINE KONFRONTATION VERSCHÄRFEN KÖNNTEN

ZU ERKENNEN, WANN EIN RÜCKZUG ODER DAS ANFORDERN VON UNTERSTÜTZUNG NOTWENDIG WIRD

Mentale Vorbereitung und Stressbewältigung

In einer bedrohlichen Situation kann Stress die Wahrnehmung, die Entscheidungsfähigkeit und die Reaktionen beeinflussen.

Die mentale Vorbereitung soll dazu beitragen, diese Mechanismen besser zu verstehen und die Fähigkeit zu entwickeln, ausreichend Kontrolle zu bewahren, um die Situation einzuschätzen und angemessen zu handeln.

Die Teilnehmenden werden insbesondere für den Umgang mit Stress, die Entscheidungsfindung unter Druck und die Notwendigkeit sensibilisiert, bestimmte Situationen frühzeitig zu erkennen, anstatt zu warten, bis sie kritisch werden.

Es geht nicht darum, Angst oder Stress zu beseitigen, sondern darum, besser damit umgehen und handlungsfähig bleiben zu können.

KOMMUNIKATION UND VERBALE DEESKALATION

In vielen Situationen kann eine angemessene Kommunikation dazu beitragen, Spannungen abzubauen und eine Eskalation zur Gewalt zu verhindern.

Die Schulung vermittelt verschiedene Grundsätze, um:

  • auch unter Druck kontrolliert zu kommunizieren;
  • zuzuhören und Faktoren zu erkennen, die einen Konflikt verstärken können;
  • klar und bestimmt zu kommunizieren;
  • Grenzen zu setzen, ohne die Konfrontation unnötig zu verschärfen;
  • die eigene Sicherheit zu wahren und gleichzeitig eine Beruhigung der Situation anzustreben.

Deeskalation ist somit ein zentraler Bestandteil der Schulung und erfolgt vor dem Einsatz jeglicher Form des körperlichen Selbstschutzes.

Prävention und Bewältigung von Gewalt am Arbeitsplatz

Selbstverteidigung im beruflichen Umfeld: körperlicher Schutz als letztes Mittel

Wenn Vermeidung, Rückzug oder Deeskalation nicht mehr ausreichen, um die Sicherheit einer Person zu gewährleisten, kann eine körperliche Reaktion notwendig werden.

Der Bereich Selbstverteidigung der Schulung behandelt Grundsätze und Techniken des persönlichen Schutzes, die aufgrund ihrer Eignung für das berufliche Umfeld ausgewählt wurden.

Ziel ist nicht, kämpfen zu lernen, sondern den Teilnehmenden zu ermöglichen, sich zu schützen, eine Rückzugsmöglichkeit zu schaffen und die eigene Gefährdung zu beenden, unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontexts und des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit.

Praktische Übungen und Szenarien ermöglichen es, die erworbenen Kenntnisse schrittweise in realistischen und kontrollierten Situationen anzuwenden.

    ARBEITGEBER: SCHUTZ DER PERSÖNLICHEN INTEGRITÄT UND PRÄVENTION

    Der Schutz der Gesundheit und der persönlichen Integrität der Mitarbeitenden gehört in der Schweiz zu den Pflichten des Arbeitgebers. Je nach Tätigkeit und den Risiken, denen das Personal ausgesetzt ist, kann die Prävention interner oder externer Gewalt daher geeignete organisatorische Massnahmen sowie Sensibilisierungs- und Schulungsmassnahmen erfordern.

    Die Schulung kann dazu beitragen:

    • die Prävention von Gewaltsituationen zu stärken;
    • die Reaktionsfähigkeit der Mitarbeitenden zu verbessern;
    • das Verständnis interner Verfahren zu fördern;
    • die Sicherheitskultur innerhalb der Organisation zu stärken;
    • einen umfassenderen Ansatz zur Prävention und zum Schutz des Personals zu unterstützen.

    Sie ersetzt selbstverständlich nicht andere Massnahmen, die der Arbeitgeber ergreifen muss, wenn diese aufgrund der Risikobeurteilung erforderlich sind.

    EINE AUF IHR BERUFLICHES UMFELD ABGESTIMMTE SCHULUNG

    Ein Unternehmensempfang, ein Sozialdienst, eine Gesundheitseinrichtung oder ein Verwaltungsschalter weisen weder dieselben Situationen noch dieselben Rahmenbedingungen auf.

    FOCUS passt die Schulung deshalb an den beruflichen Kontext, die ausgeübten Funktionen und die möglichen Szenarien an.

    Der Ansatz verbindet theoretische Grundlagen, konkrete Beispiele, Übungen und praxisnahe Szenarien, um Kompetenzen zu entwickeln, die sich direkt auf den beruflichen Alltag übertragen lassen.

    Warum diese Schulung wählen?

    Auf Schweizer Arbeitsumfelder abgestimmt

    ✅ Ganzheitlicher Ansatz: Prävention, Deeskalation und persönlicher Schutz

    ✅ Operative Erfahrung im Bereich der persönlichen Sicherheit

    ✅ Übungen und Szenarien auf der Grundlage realistischer Situationen

    ✅ Berücksichtigung des beruflichen Rahmens und des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit

    ✅ Schulung vor Ort und an die Bedürfnisse der Organisation anpassbare Inhalte